Kalifornischer Mohn

Der Kalifornische Mohn (bot.: eschscholzia californica) wird aufgrund der auffallend goldgelben Färbung seiner Blütenblätter auch Goldmohn genannt und ist eine robuste Pflanze, die auch in Böden gut gedeiht, die ihr wenig Nährstoffe und Wasser bieten. Sie ist Nützling für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, denn der Kalifornische Mohn blüht zu einer Jahreszeit, zu der Frühblüher bereits wieder vergehen und Sommerblüher ihre Blüten noch nicht öffnen. Doch nicht nur Gartenfreunde und Tiere erfreuen sich an der schönen Pflanze, auch für die Heilkunde ist die Eschscholzia californica eine Bereicherung. Was hat es mit diese ursprünglich im Südwesten der USA und in Mexiko beheimatete Pflanze auf sich und wie können das Kraut und die Samen der Pflanze genutzt werden? All das erfährst du hier.

 

Kalifornischer Mohn: Herkunft und Bestandteile der Pflanze

Blüte und Kraut des Kalifornischen Goldmohns

Am Namen ist die Herkunft des Kalifornischen Mohns bereits zu erahnen: Die Eschscholzia californica, benannt nach dem Naturforscher Dr. J. F. Eschscholtz und dem US-Staat Kalifornien, ist in eben diesem beheimatet. Hier wurde sie erstmals im frühen 19. Jahrhundert während einer Expedition unter russischer Führung entdeckt, an der auch der namensgebende Forscher beteiligt war. Im Jahr 1903 wurde der Goldmohn als Staatsblume Kaliforniens festgelegt und gilt im „Golden State“ als geschützt. Der 6. April wird in Kalifornien traditionell als „California Poppy Day“ gefeiert. Heute gibt es weltweit etwa 10 Arten des Goldmohns, wobei einige aus Züchtungen entstanden sind.

Aufgrund der heißen, trockenen Wetterbedingungen blüht Kalifornischer Mohn in seinem namensgebenden Staat besonders gut, denn er hat es gerne warm. Da er jedoch auch mit vielen anderen Klimabedingungen gut zurechtkommt, wächst er mittlerweile in den meisten Teilen der Welt und ist in Deutschland zur beliebten Feld- und Gartenpflanze geworden. Nur bei zu viel Feuchtigkeit kann der Goldmohn verkümmern, weswegen er besser an einen sonnigen, warmen Ort gepflanzt werden sollte.

Der Kalifornische Mohn zeichnet sich durch seine zumeist leuchtend gelbgoldenen, kelchförmigen Blütenblätter aus, die einen seidigen Glanz aufweisen. Ist die Blüte noch geschlossen, wird sie von zwei grünen Kelchblättern geschützt, die während des Öffnens von den darunterliegenden Blütenblättern abgestreift werden. Die Früchte bestehen aus länglichen Schoten, die sich nach der Reifung öffnen und kleine, dunkelbraune bis schwarze Samen freigeben. An den starken, grün gefärbten Stängeln, die bis zu 50 cm hoch werden, wachsen bläulich-grüne, gefiederte Blätter. Der Goldmohn blüht in der Regel einjährig, es gibt jedoch auch einige Sorten, die mehrjährig anwachsen.

Woher kommt der Name „Schlafmützchen“?

Kalifornischer Mohn mit geschlossener Knospe

Kalifornischer Mohn wird nicht nur Gold- sondern auch Kappenmohn oder Schlafmützchen genannt. Doch wie kam es zu diesen Beinamen?

Die Antwort ist ganz einfach: Sie rühren daher, dass die beiden grünen Kelchblätter, die die Blüte anfangs kegelförmig umschließen, einer spitz zulaufenden Schlafmütze ähneln. Anfangs ist die Knospe vollständig von den beiden Blättern verdeckt. Mit der Zeit wird die Blüte im Inneren immer größer. Nach und nach wird die „Kappe“ von den wachsenden Blütenblättern hochgedrückt, bis sie abfällt. Somit setzt der Goldmohn sein Schlafmützchen zum Beginn der Blütezeit gewissermaßen ab.

Kalifornischer Goldmohn als Heilpflanze

Schon die Ureinwohner der USA nutzten den Kalifornischen Goldmohn als Heilmittel gegen Schmerzen und innere Unruhe. Heute werden Extrakte der Pflanze sowohl in der Homöopathie also auch in der traditionellen Medizin in Kombination mit anderen Wirkstoffen bei nervöser Anspannung und zur Schlafförderung eingesetzt. Arzneimittel mit Kraut- und Blütenextrakten des Kalifornischen Mohns sind seit 2015 offiziell zur Verbesserung der Schlafqualität sowie zur Linderung nervöser Unruhe vom Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) anerkannt. [1] 

In einer Studie, bei der ein Präparat mit getrocknetem Eschscholzia-Extrakt und Weißdorn auf die Wirksamkeit bei erwachsenen Probanden mit leichter generalisierter Angststörung hin getestet wurde, konnte eine Verbesserung der Schlafqualität festgestellt werden*. [2]

Erfahre hier mehr darüber, welche positive Wirkung Kalifornischer Mohn auf Körper und Geist haben kann!

Eschscholzia Californica wird auch in den GreenDoc Besser Schlafen Kapseln genutzt. So können die Extrakte aus Kalifornischem Mohn und Baldrian-Wurzel bei regelmäßiger Einnahme die Schlafqualität verbessern und sind durch die rein natürliche Zusammensetzung ohne kritische Zusatzstoffe wie Palmöl oder Allergene wie Gluten und Laktose besonders verträglich. Nächtliches Aufwachen und Wachliegen können durch die Anwendung reduziert und die Schlafdauer so verlängert werden. Wertvolle B-Vitamine und Magnesium unterstützen zusätzlich das Nervensystem für eine gesunde Muskel- und Nervenfunktion in der Nacht.

Quellen/Studien:

[1] https://www.ema.europa.eu/en/documents/herbal-monograph/final-european-union-herbal-monograph-eschscholzia-californica-cham-herba_en.pdf
[2] https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1185/030079903125002603

*Schlafstörungen sind ein häufiges Symptom für eine psychologische Erkrankung, müssen aber nicht zwingend damit in Zusammenhang stehen. Bei Verdacht auf eine ernstliche psychologische oder körperliche Erkrankung solltest du immer einen Arzt aufsuchen.

Wählen Sie Ihr Land

Wir haben erkannt das Sie sich in Deutschland befinden. Sie können hier in den jeweiligen Länder Shop wechseln.


Cookies müssen aktiv sein damit Ihre Sprachauswahl gespeichert werden kann.