Die Passionsblume

Die Passionsblume wird bereits seit Jahrhunderten als Heilpflanze genutzt. Schon indigene Völker von Mittel- und Südamerika erkannten die beruhigende, angstlösende Wirkung des aus den Blättern und Blüten gewonnenen Krautes. Doch die Passionsblume hat noch viele weitere interessante Eigenschaften, die wir dir gerne vorstellen möchten.

Die Passionsblume: Herkunft, Arten und Bestandteile

Ursprünglich ist die Passionsblume in Mittel- und Südamerika sowie in einigen Teilen Asiens beheimatet. Es handelt sich um eine tropische Kletter- bzw. Schlingpflanze, die in Regenwäldern wächst und bis zu zehn Meter hoch werden kann. Die Ureinwohner Mittel- und Südamerikas nutzten die Blätter und Blüten der Passionsblume als Heil- und Lebensmittel. Als die spanischen Eroberer im 17. Jahrhundert in Amerika anlandeten, war Ihnen die Passionsblume, und damit natürlich auch ihr Wert für die Medizin, vollkommen unbekannt. Als Teil der Schätze aus der Neuen Welt wurden einige Exemplare Mitte des 17. Jahrhunderts über den Atlantik mit nach Europa gebracht. Allerdings untersuchten Forscher die Pflanze und ihre Bestandteile erst im 20. Jahrhundert intensiver und stellten dabei das breite Spektrum an positiven Wirkeigenschaften fest.

Von der Gattung Passionsblume sind mehrere Hundert Arten bekannt. Die in der Medizin und Pharmazie verwendete und in Europa kultivierte Art ist die Passiflora incarnata L. Diese wird im medizinischen und heilpraktischen Bereich vielfältig eingesetzt. Mehr dazu erfährst du im Artikel Wirkung der Passionsblume und im weiteren Verlauf dieses Artikels.

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Die Passiflora incarnata besteht aus einem langen, dünnen Stängel und wechselständig (versetzt) angeordneten Blättern von grasgrüner Farbe, eierförmigen, etwa golf- bis tennisballgroßen Früchten, korkenzieherartigen Ranken, die sich vom Stängel zu den Blüten und Früchten schlängeln sowie beeindruckend großen Blüten mit hellrosafarbenen äußeren Blütenblättern. Ein zweiter, innerer Blütenblätterkranz mit violetter, weißer oder roter Färbung umringt die Blumenkrone mit ihren drei Blütennarben. Die Passionsblume trägt rote, gelbe oder bräunliche Früchte, von denen einige essbar sind. Zur Verwendung in medizinischen und homöopathischen Substanzen wird das gesamte Kraut verwendet, also alle überirdischen Bestandteile der Pflanze.

Symbolische Bedeutung

Die christlichen Einwanderer, die im 17. Jahrhundert nach Amerika übersiedelten, um die Neue Welt zu erkunden, benannten die Passiflora incarnata nach einer Symboldeutung. Sie sahen in der Blüte der Pflanze die Passion Christi, aus diesem Grund wurde auch der Name Passionsblume oder Passiflora gewählt. Die zehn ringförmig angeordneten äußeren Blütenblätter sollten zehn der zwölf Apostel darstellen. Judas als Verräter und Petrus als Verleugner Jesu werden dabei außen vorgelassen. In anderen Interpretationen stellen die äußeren Blütenblätter die Dornenkrone und die inneren, filigranen Blütenblätter die zerrissene Kleidung dar. Die fünf Staubgefäße der Blüte wurden als die fünf Wunden (vier Nägel in Händen und Füßen und eine Schnittwunde an der rechten Brustseite) interpretiert, die drei Narben ähneln ihrem Aussehen nach Nägeln. Durch die so entstandene Symbolik erhielt die Pflanze ihren Namen Passiflora incarnata („fleischgewordene“ Passionsblume).

Passionsblumenfrüchte – reich an Vitamin C

Einige Passionsblumenarten tragen essbare, süß-säuerliche Früchte, die botanisch als Beeren eingeordnet werden. Bekannt sind die Früchte unter anderem als Maracuja (auch Passionsfrucht), gelbe, Purpur- und süße Granadilla. Die Schale ist ungenießbar, im Inneren der Beeren befinden sich süßlich bis bitter oder sauer schmeckende, essbare Kerne und Saft, beides ist reich an Vitamin C. Außerdem enthalten Passionsfrüchte Vitamin B12, Kalzium und Eisen. Häufig werden die Früchte zu Säften und Nektaren verarbeitet. Geschmack, Farbe und Größe variieren je nach Untergattung. Die Kerne im Inneren sind eigentlich die Samen der Passionsblume, welche zur Aussaat für neue Pflanzen benötigt werden.

Achtung: Nicht alle Passionsblumenfrüchte sind genießbar – einige können sogar giftig sein, so zum Beispiel die Beeren der Gattung Passiflora decaloba. 

Die Heilwirkung der Passionsblume bei Arzneimitteln

Schon die amerikanischen Ureinwohner kannten das Kraut der Passionsblume als Grundlage oder Bestandteil von Arzneimitteln. Bereits vor 500 Jahren beobachteten die Ärzte und Mönche der Eroberungsmissionen, wie die indigenen Völker die heilende Wirkung der überirdisch wachsenden Pflanzenteile bei psychischen Nervenleiden und Angstzuständen sowie als Beruhigungsmittel einsetzten. Nur die Wurzeln besitzen offenbar keine medizinische Wirkung, sie werden bei der Herstellung von Arzneimitteln nicht mitverarbeitet.

Nicht nur im Bereich der mentalen Gesundheit, auch zur Linderung diverser körperlicher und psychosomatischer Beschwerden werden heute Extrakte der Passionsblume angewendet. Es wird vermutet, dass die positive Wirkung des Krautes durch bestimmte Inhaltsstoffe der Passionsblume hervorgerufen wird. Bis heute ist zwar nicht abschließend erforscht, welche Stoffe der Passionsblume für welche Wirkung im Körper verantwortlich sind, jedoch gibt es für Phänomene wie die angstlösende und stressreduzierende Wirkung erste wissenschaftliche Belege aus Studien mit der Verabreichung von Passionsblumenextrakt. [1]

Erfahre hier noch mehr über die vielfältige Wirkung der Passionsblume.

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Passionsblume als Zimmerpflanze halten?

Auch, wenn die Passionsblume eigentlich zu den tropischen Gewächsen gehört, ist sie gegenüber klimatischen Bedingungen anpassungsfähig und robust. Als winterharte, immergrüne Pflanzen können einige Arten sogar ganzjährig im Außenbereich gehalten werden, wo sie vorübergehendem Frost problemlos standhalten. Auch als Zimmerpflanzen werden sie mittlerweile kultiviert. Passionsblumen, die drinnen gehalten werden, brauchen im Innenbereich einen hellen, warmen Platz, am besten an einem Fenster mit südlicher Ausrichtung, damit sie einige Stunden Sonne bekommen und Blüten bilden. Auch häufiges wässern und düngen ist in jedem Fall wichtig. Als Zierpflanzen tragen Passionsblumen keine Früchte, dafür können sie bei guter Pflege mehrfach im Jahr blühen.

Tipp:

Wenn du eine eigene Passionsblume ziehen möchtest, kannst du versuchen, die Samen aus einer Maracuja oder Granadilla zu trocknen und auszusäen. Die Früchte gibt es bei vielen Obst- und Gemüsehändlern und in Supermärkten. 

 

*Bitte beachten Sie bei der Einnahme unserer Nahrungsergänzungsmittel stets die Anwendungshinweise im Shop und auf der Packungsbeilage des jeweiligen Produkts.

Quellen/Studien:

[1] https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/html/10.1055/s-0034-1371745#Wirkmechanismus%20der%20Passionsblume%20aufgekl%C3%A4rt

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