L-Tryptophan Wirkung

L-Tryptophan ist eine essenzielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst bilden kann, jedoch für viele Stoffwechselvorgänge benötigt. Wir möchten dir in diesem Artikel einen Überblick geben, welche Wirkung L-Tryptophan auf deine mentale und körperliche Gesundheit haben kann und bei welchen Erkrankungen es im medizinischen Bereich erfolgreich angewendet wird.

L-Tryptophan-Wirkung im Körper

Da L-Tryptophan maßgeblich an der Proteinsynthese – also der Neubildung von Proteinen im Körper – beteiligt ist, nimmt es bei der Versorgung und Funktion vieler Organe einen hohen Stellenwert ein. Unter anderem braucht das Gehirn Proteine für eine normale, ungestörte Funktion. Davon abgesehen ist die L-Tryptophan-Wirkung im Körper vielfältig: Die Aminosäure wird zu Boten- und Nährstoffen verarbeitet, die der Körper für wichtige Prozesse benötigt:

Regeneration des Körpers

l-tryptophan-nebenwirkung

L-Tryptophan kann in der Leber zu Niacin bzw. Vitamin B3 umgewandelt werden. Niacin spielt wiederum für den Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel eine entscheidende Rolle und wird auch zur Regeneration von Muskeln, Nerven und der DNA benötigt. L-Tryptophan ist für die Erholung des Körpers also ein wichtiger Baustein. Doch nicht nur zur Regeneration braucht der Körper die Aminosäure. Welche besondere Wirkung L-Tryptophan für unseren Hormonstoffwechsel hat, erfährst du im nächsten Kapitel. 

Wirkung von L-Tryptophan auf die Schilddrüse

Die Schilddrüse ist zwar eines der kleinsten Organe im Körper, hat dafür aber eine sehr wichtige Aufgabe: Sie ist für die gleichmäßige Produktion und Ausschüttung der Hormone verantwortlich, die im Körper arbeiten. Hier kommt die Wirkung von L-Tryptophan ins Spiel: Als Vorstufe des Hormons Serotonin kann L-Tryptophan bei einem durch Schilddrüsenentzündung (Hashimoto-Thyreoiditis) verursachten Hormonmangel die Neuproduktion von Serotonin fördern. Die Schilddrüsenentzündung ist zwar an eine genetische Disposition gekoppelt und tritt daher bei Menschen auf, in deren Familien Hashimoto-Thyreoiditis bereits bekannt ist. Jedoch gibt es diverse Faktoren, die die Erkrankung erst zum Ausbruch bringen, darunter auch erhöhter psychischer und körperlicher Stress und Nährstoffmangel. Neben der Aufnahme von L-Tryptophan über Lebensmittel, die reich an der Aminosäure sind (eine detaillierte Liste findest du in unserem Artikel zu L-Tryptophan), kannst du die Zufuhr auch mit einem Präparat unterstützen. In der GreenDoc Stimmungsformel sind neben 250 mg L-Tryptophan außerdem die Nährstoffe Vitamin B1 und B6 sowie Magnesium enthalten.
Durch die tägliche Aufnahme von L-Tryptophan kann die Bildung von Serotonin gefördert und die Schilddrüse mit wichtigen Spurenelementen versorgt werden. Das zusätzliche L-Tryptophan kann dann dabei helfen, einem Serotoninmangel vorzubeugen, da es sich selbst in das Hormon umwandeln lässt. So kannst du mit der Wirkung von L-Tryptophan die Schilddrüse bei der Bewahrung des hormonellen Gleichgewichts unterstützen*.

Schon gewusst?

Magnesiummangel ist eine häufige Folge einer Schilddrüsenunterfunktion. Der durch die Unterfunktion verlangsamte Stoffwechsel erschwert die Aufnahme von Magnesium. Daher kann es sinnvoll sein, bei einer Erkrankung der Schilddrüse Magnesium zu substituieren.

L-Tryptophan-Wirkung auf die Psyche

Im Gehirn wird L-Tryptophan für die Produktion einiger Neurotransmitter benötigt, die für unsere Stimmung mitverantworlich sind. Ist die L-Tryptophan-Zufuhr niedrig, kann das also nicht nur Konsequenzen für die Organfunktion haben, sondern sich auch negativ auf das psychische Wohlbefinden auswirken. Erfahre mehr über die positive Wirkung von L-Tryptophan auf deine Psyche:

L-Tryptophan als Vorstufe zu Serotonin

l-tryptophan-anwendung

Dass L-Tryptophan vom Gehirn über 5-HTP (5-Hydroxytryptophan) zu Serotonin verstoffwechselt werden kann, hat nicht nur auf die Schilddrüse eine positive Wirkung. Serotonin trägt, wenn es in ausreichender Konzentration im Blut zirkuliert, dazu bei, Depressionen, Ängste und andere negative Emotionen zu mindern. Es ist im Volksmund daher auch als „Glückshormon“ bekannt. Verarbeitet das Gehirn L-Tryptophan zu Serotonin, kann dieses Glückshormon vermehrt ausgeschüttet werden, was wiederum für eine ausgeglichenere Stimmung sorgen kann.[1]

Verstoffwechselung zu Melatonin

Wird L-Tryptophan über 5-HTP zu Serotonin verstoffwechselt, kann nun aus dem bestehenden Serotoninvorrat auch Melatonin synthetisiert werden. Melatonin ist als „Schlafhormon“ bekannt und reguliert den gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus. Bei einem Melatonin-Mangel kommt es vermehrt zu Einschlafproblemen und Unruhe. L-Tryptophan ist für die Produktion von Melatonin also ebenso wichtig wie für die von Serotonin.

Anwendung von L-Tryptophan in der Medizin

Es kommt in unterschiedlichen Bereichen der Medizin zur Anwendung von L-Tryptophan. In Studien beobachtet man zum Beispiel einen positiven Effekt bei der Gabe von geringen Mengen L-Tryptophan (zwischen ¼ und 1 g) bei Einschlafproblemen. [2] In einer psychologischen Studie zu Angststörungen und Sozialphobien konnte festgestellt werden, dass eine Ernährung, die reich an L-Tryptophan ist, zu deutlichen Verbesserungen der Symptome führte. [3] Bereits seit einigen Jahrzehnten wird vermehrt zur L-Tryptophan-Anwendung bei psychischen Beschwerden wie Ängsten, Depressionen, innerer Unruhe und sogar Essstörungen geforscht. Bei der Wirkung von L-Tryptophan auf körperliche Leiden stehen aktuell Erkrankungen der Leber und des Magen-Darm-Trakts im Fokus der medizinischen Forschung. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich eine Therapie mit L-Tryptophan bei chronischen Leberentzündungen (Steatohepatitis, auch als „Fettleber“ bekannt) positiv auf die Abnahme der Blutfettwerte (Triglyceride) auswirkt. In derselben Studie wurde einer zweiten Gruppe Melatonin verabreicht, wobei der Effekt im gleichen Ausmaß beobachtet werden konnte.[4] Bei chronischen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts wie dem Reizdarmsyndrom kommt es häufig gleichzeitig zu depressiven Verstimmungen. Dies könnte auch damit zusammenhängen, dass beim Reizdarmsyndrom die Verstoffwechselung von L-Tryptophan in höherem Maße stattfindet. Ob die Anwendung von L-Tryptophan, zum Beispiel in Form von Präparaten, zur Verbesserung der psychischen Begleitsymptome des Reizdarmsyndroms beiträgt, ist allerdings noch nicht hinreichend untersucht. Ein interessanter Zusammenhang zeichnet sich zwischen L-Tryptophan und Fruktosemalabsorption ab: Hier konnte beobachtet werden, dass Menschen mit einer derartigen Stoffwechselstörung häufiger unter L-Tryptophan-Mangel litten als die Durchschnittsbevölkerung. [5] 

Hat L-Tryptophan Nebenwirkungen?

Bislang erfahren die meisten Menschen bei einer ordnungsgemäßen Dosierung keine Nebenwirkungen von L-Tryptophan. Auch bei einer täglichen Zufuhr, die über dem individuellen Tagesbedarf liegt, gibt es keine Negativeffekte. Bei einer dauerhaften Einnahme von hochdosierten Präparaten mit L-Tryptophan kann es jedoch in einzelnen Fällen vorkommen, dass der Körper anfängt, Symptome wie Schwindel und Übelkeit aber auch leichte Benommenheit und starke Schweißausbrüche zu zeigen.[6] 

tryptophan-wirkung-schilddruese

Es wird empfohlen, bei einer regelmäßig hohen Zufuhr je im Abstand von etwa einer Woche die Einnahme für einen Tag zu pausieren. Bei einer ordnungsgemäßer Einnahme der Stimmungsformel von GreenDoc können diese Nebenwirkungen jedoch nicht eintreten, da es mit 250 mg L-Tryptophan zu niedrigdosiert ist, um einen derartigen Effekt auszulösen. Bei extrem hoher Dosierung kann der Körper mit oxidativem Stress reagieren, der die Zellen angreifbarer für schädliche Umwelteinflüsse macht. Allerdings sind so hohe Dosierungen nur in verschreibungspflichtigen Medikamenten zugelassen und werden weder durch Ernährung noch durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln erreicht. In unserem Artikel zur Dosierung von L-Tryptophan erfährst du mehr über deinen Tagesbedarf und wie du ihn erreichen kannst.

*Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit L-Tryptophan kann weder eine Schilddrüsenunterfunktion oder -entzündung heilen noch als Antidepressivum eingesetzt werden.

Quellen/Studien:

[1] Richard, D. M., Dawes, M. A., Mathias, C. W., Acheson, A., Hill-Kapturczak, N., & Dougherty, D. M. (2009). L-tryptophan: basic metabolic functions, behavioral research and therapeutic indications. International Journal of Tryptophan Research, 2, IJTR-S2129.
[2]  https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/469515/
[3] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18066139/
[4] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21081801/
[5] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10721040/
[6] https://www.vitaminexpress.org/de/tryptophan

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