Die Hanfpflanze

Die Hanfpflanze hat ein Unterscheidungsmerkmal, dessen Bestimmung wichtig ist, um den späteren Nutzen der Pflanze zu definieren: Das Geschlecht. Erst im Frühstadium der Blüte wird erkennbar, ob sich eine männliche oder weibliche Hanfpflanze entwickelt. Was beide Geschlechter unterscheidet, wie ihre jeweiligen Bestandteile genutzt werden können und welche Rolle die Hanfblüten spielen, erfährst du hier.

 

Die männliche Hanfpflanze

Maennliche-HanfpflanzeDie männliche Hanfpflanze erkennt man meist früher als die weibliche, da sie etwas schneller wächst und somit schneller zur „Reife“ kommt. Außerdem wird sie in der Regel höher als die weibliche Pflanze, was jedoch nicht immer ein eindeutiges Merkmal ist. Mit Sicherheit definieren kann man die männlichen Hanfpflanzen nur an den Pollensäcken, die sie direkt an den Zweigen ausbilden. Die Hanfblüten sind schon früh als kleine Kügelchen zu erkennen und bilden sich dann zu glockenartigen, an der Hanfpflanze herabhängenden Blüten mit Pollenstauden aus.

Die Kultivierung der männliche Hanfpflanze dient nicht allein dem Zweck, weibliche Pflanzen zu bestäuben, damit diese Samen ausbilden können: Aus den feinen, flexiblen Fasern der Blätter und Äste lassen sich auch weiche Textilien, wie zum Beispiel Kleidung und Handtücher, herstellen. Dazu werden die Hanfpflanzen (meist mit dem Mähdrescher) gerodet und zur sogenannten Röste auf dem Boden ausgelegt. Luft und Licht lassen den Prozess des Zerfalls beginnen, wodurch die Bastfasern freigelegt werden. Noch schneller wird der Zerfall vorangetrieben, wenn die Hanfpflanzen nach dem Fällen in Wassertanks gelagert werden. Anschließend werden die noch feuchten Fasern vom Holzkern geschält und getrocknet. Die trockenen Fasern können dann direkt zu Garn gesponnen oder durch Verfahren wie Einweichen zunächst noch elastischer gemacht werden, bevor sie weiterverarbeitet werden. Ein Bestandteil der Hanffaser, das Lignin, macht Gewebe aus Hanf rau und fest. Wird dieses in einem biochemischen Prozess herausgezogen, werden die Fasern weich und glatt.[1] Dann können Sie zu bequemer, luftiger Kleidung und weicher Bettwäsche verarbeitet werden.

Hanfkleidung

Männliche Hanfpflanzen sind außerdem hervorragende natürliche Pflanzenschutzmittel – statt Pestizide zu versprühen, kann man mit ihr Schädlinge aus seinem Garten vertreiben und andere Pflanzen, wie zum Beispiel Kartoffeln oder Soja, vor Parasiten schützen. Auch Mücken und andere lästige Insekten werden durch die männliche Hanfpflanze ferngehalten. Ihre starken, weitläufigen Wurzeln festigen und sanieren den Ackerboden und filtern Schadstoffe aus ihm heraus.[2] Für die Landwirtschaft ist sie also ebenfalls ein echter Gewinn.

Männliche Hanfpflanze:

  • Hoher Wuchs
  • Pollensäcke statt Blüten
  • Guter Schutz gegen Pflanzenschädlinge
  • Geeignet zur Herstellung weicher Textilien

Die weibliche Hanfpflanze

Weibliche HanfpflanzeDie weibliche Hanfpflanze zeichnet sich durch eine etwas verzögerte Blüte aus, die sich mit weißen, flaumigen Fasern an den Stielkerben ankündigt. Häufig sind die weiblichen Pflanzen auch etwas kleiner als die männlichen. Die Blütenstempel der weiblichen Hanfpflanze sind weiß, im Gegensatz zu den gelblichen Pollensäcken der männlichen. Die Fasern am Blütenkelch werden auch als Staubfäden bezeichnet. Sie recken sich zum Licht und bilden nach einigen Tagen einen etwas harzigen Blütenstaub. An diesem ist die weibliche Hanfpflanze dann deutlich zu erkennen.

Die Samen der weiblichen Hanfpflanze können geerntet werden und kommen, geschält und gepresst, als Hanföl in Kosmetikprodukte oder werden als Speiseöl in Flaschen abgefüllt. Auch pur oder zu Hanfmehl gemahlen sind Hanfsamen in Lebensmittelläden zu finden. Das in unseren Hanfprodukten enthaltene Hanföl stammt aus den Samen der weiblichen Hanfpflanze und zeigt keine berauschende Wirkung. Wie man die Produkte am besten in leckeren Gerichten verarbeitet, erfährst du in unserem Hanf-Rezepte-Artikel

Aus den Fasern der weiblichen Hanfpflanze können zudem gröbere Textilien wie Seile und Vorratssäcke, aber auch feste Kleidung wie Militärjacken oder Denim-Artikel hergestellt werden.

Weibliche Hanfpflanze:

  • Weiße Blütenfäden, keine Pollensäcke
  • Produziert nach Bestäubung Hanfsamen
  • Samen können zu Lebensmitteln verarbeitet werden
  • Geeignet zur Herstellung robuster Textilien 

Schon gewusst?
In seltenen Fällen kann eine Hanfpflanze sowohl männlich als auch weiblich sein. Sie bildet dann als Hermaphrodit (Zwitterpflanze) gleichzeitig Blüten und Samen und kann sich theoretisch selbst bestäuben.

Die Hanfblüten

Die HanfbluetenMännliche Pflanzen bilden Hanfblüten, die aus Pollensäcken bestehen und somit keine Blüten im eigentlichen Sinne darstellen. Die Pollensäcke an den Übergängen zwischen Hanfstängel und Stiel entwickeln sich von einer länglich-ovalen Vorblüte bis zur runden Pollensackform. Sobald die männliche Hanfblüten aufbrechen, wird der Pollen freigesetzt, der dann die weiblichen Hanfblüten bestäubt. 

Die Hanfblüten der weiblichen Pflanze enthalten Stoffe mit berauschender, beruhigender und schmerzlindernder Wirkung – im Wesentlichen THC (Delta-9-Tetrahydrocannabidiol) und CBD (Cannabidiol). Durch die höhere Konzentration an CBD wird die weibliche Hanfpflanze auch zur Herstellung von medizinischem Hanf genutzt. Ist eine weibliche Hanfpflanze durch den Pollen einer männlichen bestäubt, bildet sie Samen. Die Hanfblüte der weiblichen Pflanze vergeht und sie entwickelt sich zu einer reinen Nutzpflanze, deren Samen keine psychoaktive Wirkung mehr entfalten können.

Weitere Bestandteile und Nutzen der Hanfpflanze

Hanf-als-Nutzpflanze

Einige Bestandteile der Hanfpflanze, wie die Samen und die Fasern, haben wir in diesem Artikel bereits kurz angesprochen. Wenn du zu diesen Teilen und ihrem Nutzen weiterlesen möchtest, empfehlen wir dir unseren Artikel Was ist Hanf. Doch auch die Blätter der Hanfpflanze können weiterverarbeitet werden. Diese enthalten eine geringe Menge an Cannabinoiden, die allerdings keine berauschende Wirkung besitzen. Allein oder in Kombination mit anderen Kräutern gibt es sie als Tee im Lebensmittelhandel. Außerdem werden Sie in unserem Hanf Aromaextrakt mitverarbeitet und verleihen ihm den typisch nussig-bitteren Geschmack.

Quellen/Studien:

[1] https://hanfblatt.cannaable.de/umweltfreundliche-kleidung-aus-heimischen-pflanzen-die-oekologischen-rohstoffe-der-textilindustrie/
[2] https://www.dinafem.org/de/blog/eigenschaften-mannchen-marihuana/

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